Sport und Naturschutz – Möglichkeiten zur Nachhaltigkeit bei Outdoor-Aktivitäten
Welcher Naturfreund sehnt sich nicht nach unberührter Natur, eingebettet in malerische Landschaften?
In den letzten Jahren hat der Wunsch nach Erholung und Sport in der Natur erheblich zugenommen. Ursachen dafür sind einerseits ein genereller gesellschaftlicher Wandel zu einem bewußteren Leben ebenso wie eine gesteigerte Beschäftigungsrate durch PC-Arbeit bzw. schlechtere Luftwerte in den Ballungsgebieten.
Die Stille und Frische der Natur sind Aspekte, welche Menschen jeden Alters in ihren Bann ziehen. Hierbei gilt: je unberührter, desto besser.
Aus diesem Grund entstehen weltweit immer mehr Naturschutzgebiete, Naturreservate oder gar Biosphärenreservate, deren Bestehen es zu sichern bzw. zu vermehren gilt. Hier erfährt der Naturfreund, was der beliebte Ausspruch „Back to the Roots“ („Zurück zu den Wurzeln“) wirklich bedeutet – Besinnung auf das Wesentliche –im Einklang mit sich selbst und der Natur.
Da Naturschutzgebiete weltweit als Reiseziel immer beliebter werden, gilt es hier, für Wanderer, Radfahrer etc. klare Verhaltensregeln aufzustellen, um eine möglichst große Nachhaltigkeit zu garantieren. Diese sollen in erster Linie sicherstellen, dass Flora und Fauna durch die „friedlichen Eindringlinge“ nicht beeinträchtigt werden. Deshalb ist es zumeist strengstens untersagt, die gekennzeichneten Wege zu verlassen, zu rauchen, Abfälle zu entsorgen, zu campen oder Feuer zu machen. Auch das Befahren ist meist nur forstwirtschaftlichen Fahrzeugen gestattet. Bei Zuwiderhandlung drohen hohe Geldstrafen, da jede Verletzung der Regeln einen Eingriff in ein bestehendes Ökosystem bedeutet.
Der Freude am Sport tun diese Regeln jedoch keinen Abbruch, denn Möglichkeiten gibt es ausreichend: egal ob ganzjähriges Wandern, Walken, Joggen, Wassersport oder Biken bzw. Ski- und Snowboard-Fahren im Winter – die Tourismusvereine locken hier mit vielerlei Abwechslung und bieten oftmals geführte Touren und Wanderungen an.
Besonders beliebte Reiseziele innerhalb Deutschlands sind unter Anderem der Hainich, der Harz, der Kyffhäuser, die Alpen sowie die Mecklenburger Seenplatte. Auch international orientieren sich klassische Massentourismusziele wie Mallorca oder Gran Canaria zunehmend an Naturschutz und Nachhaltigkeit.
Bereits vor einigen Jahren hat man erkannt, dass sich mit der Sehnsucht nach Freiheit und Unberührtheit Kapital schlagen lässt, welches wiederum dem Erhalt der Naturschutzgebiete zugutekommt. Auch zahlreiche Stiftungen beschäftigen sich mit dem Problem eines mangelnden gesellschaftlichen Interesses an Naturschutz und ökologischer Nachhaltigkeit.
Dabei haben Outdoor-Aktivitäten in den Naturschutzgebieten eine nachweislich gesundheitsfördernde Wirkung auf Körper und Geist. Für die kommenden Jahre ist mit einem weiteren Zuwachs an Interessenten zu rechnen, was bei Einhaltung der Richtlinien jedoch keine Beeinträchtigung für die einzelnen Ökosysteme bedeuten sollte.